Seine Oberfläche ist die am stärksten verkraterte unter den großen Uranusmonden und weist deutlich mehr Einschläge auf als die seiner Nachbarn Titania oder Ariel. Viele seiner Krater sind von hellen Strahlen aus Auswurfmaterial umgeben, und auf den Böden einiger großer Krater findet man ein mysteriöses, dunkles Material. Eine seiner beeindruckendsten Formationen ist ein gewaltiger Berg, der etwa 11 Kilometer hoch aus seiner Oberfläche emporragt. Zudem ist Oberon von tiefen Schluchten und Verwerfungen durchzogen, die während seiner Entstehung durch die Ausdehnung seines Inneren aufgerissen sind.
Er umkreist Uranus in einer Entfernung von etwa 584.000 Kilometern und ist damit der am weitesten entfernte der fünf großen Monde. Für eine volle Umrundung benötigt er etwa 13,5 Erdgeburtstage. Da er sich so weit draußen befindet, verbringt er einen Großteil seiner Zeit außerhalb der starken Magnetosphäre seines Planeten. Entdeckt wurde Oberon am 11. Januar 1787 von dem Astronomen William Herschel, am selben Tag wie seine Nachbarin Titania.
Er besteht etwa zur Hälfte aus Wassereis und zur Hälfte aus Gestein, wobei sein Inneres vermutlich in einen felsigen Kern und einen eisigen Mantel unterteilt ist. Es ist sogar möglich, dass sich an der Grenze zwischen Kern und Mantel eine Schicht aus flüssigem Wasser befindet. Mit einem Durchmesser von etwa 1.523 Kilometern ist er der zweitgrößte Mond des Uranus. Seine Oberfläche ist extrem kalt und gezeichnet von einer langen Geschichte voller Einschläge.
MEHR ERFAHREN
Oberflächenstruktur