Der Erdmond ist besonders, weil sein scheinbarer Durchmesser fast genau dem der Sonne entspricht, wodurch spektakuläre Sonnenfinsternisse überhaupt erst möglich werden. Dort herrschen extreme Bedingungen: Die Oberflächentemperatur schwankt zwischen eisigen -233 °C und heißen +123 °C. Er umkreist die Erde in einer durchschnittlichen Entfernung von 384.400 Kilometern und wendet ihr aufgrund der gebundenen Rotation immer dieselbe Seite zu, auch wenn durch Librationsbewegungen insgesamt 59 % seiner Oberfläche sichtbar sind.
Eine echte Atmosphäre besitzt er nicht, sondern nur eine extrem dünne Exosphäre, die unter anderem aus Helium, Neon und Argon besteht und so dünn ist wie ein Ultrahochvakuum. Seine gesamte Oberfläche ist von einer meterlangen Schicht aus Regolith bedeckt, einem Staub, der durch Milliarden Jahre von Meteoriteneinschlägen pulverisiert wurde. Die Kruste besteht zu 43 % aus Sauerstoff, der jedoch fest in Mineralien gebunden ist. In den dunklen Polkratern gibt es vermutlich sogar Wassereis oder Hydroxyl, das durch den Sonnenwind im Gestein erzeugt wurde. Wusstest du schon, dass er sich jedes Jahr um etwa 3,8 Zentimeter von der Erde entfernt? Das liegt am zusätzlichen Drehimpuls, den ihm die Gezeitenberge der Ozeane verleihen.
Mit seinem Äquatordurchmesser von 3.476 Kilometern ist er der einzige natürliche Trabant der Erde. Da er uns so nah ist, gehört er zu den am besten untersuchten Himmelskörpern und ist bisher der einzige Ort im All, den jemals ein Mensch betreten hat. Seine Oberfläche ist zweigeteilt: Es gibt die hellen Hochländer (Terrae), die Überreste seiner ursprünglichen Kruste sind, und die dunklen Mondmeere (Maria), die durch Asteroideneinschläge und aufsteigende Lava entstanden.
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Oberflächenstruktur