Seine Entstehungsgeschichte ist ein spannendes Rätsel. Lange dachte man, er sei einfach eingefangen worden, doch heute vermuten Wissenschaftler etwas anderes: Pluto und Charon könnten vor langer Zeit zusammengestoßen sein. Sie waren bei dieser Kollision möglicherweise für einige Stunden fest miteinander verbunden, bevor sie sich wieder trennten und Charon auf seine heutige Umlaufbahn gelangte. Dieser Ursprung ähnelt sehr der Entstehung unseres Erdmondes.
Eine absolute Besonderheit ist ihre „doppelt gebundene Rotation“. Das bedeutet, dass sie sich gegenseitig immer exakt dieselbe Seite zuwenden. Man kann sich vorstellen, sie wären durch eine unsichtbare Hantelstange fest miteinander verbunden und würden sich gemeinsam im Kreis drehen
Charon besteht etwa zur Hälfte aus Gestein und zur anderen Hälfte aus Eis. Da seine Oberfläche Licht nicht so stark reflektiert wie bei anderen Eismonden, wirkt er im Vergleich zu den hell strahlenden Saturnmonden eher dunkel und ruhig.
Er befindet sich am äußersten Rand unseres Sonnensystems, weit hinter den großen Gasplaneten. Dort begleitet er den Zwergplaneten Pluto auf seiner weiten Reise. Mit einem Durchmesser von 1.212 Kilometern ist er etwa halb so groß wie Pluto selbst. Im Verhältnis zu seinem Hauptkörper ist er der größte und schwerste Mond im gesamten Sonnensystem! Weil sie sich in Größe und Masse so nah sind, bezeichnen viele Forscher die beiden als „Doppel-Zwergplanet“.
MEHR ERFAHREN
Oberflächenstruktur