Wenn man ihn aus der Nähe betrachten würde, sähe man ein wildes Muster aus Narben und Rissen. Seine Oberfläche ist nämlich von gewaltigen Grabenbrüchen und Steilhängen durchzogen, die sich über hunderte Kilometer erstrecken. Manche dieser Schluchten sind über 10 Kilometer tief! Forscher glauben, dass diese Risse entstanden sind, als sich seine Kruste vor langer Zeit ausgedehnt hat und dabei einfach aufgeplatzt ist.
Besonders rätselhaft sind seine Täler: Ihre Böden sind so glatt, als wäre dort einmal eine Flüssigkeit entlanggeflossen. Aber da es bei ihm viel zu kalt für flüssiges Wasser ist, müssen es andere Stoffe gewesen sein. Wissenschaftler vermuten, dass eine gefrorene Mischung aus Ammoniak, Methan oder Kohlenmonoxid durch seine Schluchten gewalzt ist und alles glattgebügelt hat. Selbst seine Einschlagskrater sehen teilweise so aus, als wären sie mit diesem eisigen Material „überschwemmt“ worden.
Und nein, bevor Ihr fragt: Er hat nichts mit Waschmittel zu tun! Seinen Namen verdankt er einem Luftgeist aus einem berühmten englischen Gedicht. Er ist einer der größeren Monde des Planeten Uranus und mit einem Durchmesser von 1.158 Kilometern eine frostige Welt aus etwa 50 % Gestein und 50 % Eis. Er gehört zu den hellsten Monden in seiner Nachbarschaft, aber seine Oberfläche erzählt eine ziemlich dramatische Geschichte von Veränderung.
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Oberflächenstruktur