Amalthea umkreist Jupiter in einer Entfernung von etwa 181.300 Kilometern und braucht für eine volle Runde nur 0,5 Erdgeburtstage. Da sie sich so nah an dem Riesenplaneten befindet, wendet sie ihm aufgrund der gebundenen Rotation immer dieselbe Seite zu.
Ihre Oberfläche ist gezeichnet von Kratern, die im Vergleich zu ihrer Größe riesig sind – der Krater Pan ist zum Beispiel ganze 100 Kilometer breit. Ihre Dichte ist so gering, dass man vermutet, sie bestünde aus porösem Wassereis und sei eher ein lockerer „Trümmerhaufen“ als ein massiver Fels. Entdeckt wurde Amalthea im Jahr 1892 von Edward Emerson Barnard, und sie war der letzte Mond, der direkt durch visuelle Beobachtung mit einem Teleskop gefunden wurde.
Amalthea ist der drittnächste Mond von Jupiter und hat eine längliche Form, die an eine Kartoffel erinnert. Mit ihren Maßen von etwa 250 x 146 x 128 Kilometern ist sie viel kleiner als die großen Galileischen Monde. Auffallend ist ihre Farbe: Sie ist das röteste Objekt im gesamten Sonnensystem. Das liegt vermutlich daran, dass Schwefel von den Vulkanen ihres Nachbarn Io auf sie herüberregnet. Auf Amalthea ist es extrem ungemütlich, da sie mehr Wärme abstrahlt, als sie von der Sonne erhält, was wahrscheinlich an den starken elektrischen Strömen in Jupiters Magnetfeld liegt.
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Oberflächenstruktur